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Do’s und Dont’s auf Kreuzfahrten – der Kreuzfahrt-Knigge

9. September 2019

Immer mehr Kreuzfahrtschiffe stechen mit immer mehr Passagieren in See. Laut Branchenverband Cruise Lines International Association (CLIA) begaben sich 2018 alleine in Deutschland 2,23 Millionen Passgiere an Bord eines der zahlreichen Cruiser. Ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Umso wichtiger also, dass man als Passagier weiß, welche Manieren auf hoher See gefragt sind und welche Marotten man lieber an Land zurücklässt. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Kreuzfahrten-Benimmregeln für Sie zusammengetragen. Wenn Sie sich daran halten, vermeiden Sie peinliche Kreuzfahrt-Fettnäpfchen.

1.) Der Koffer-Knigge

Ähnlich wie in Flugzeugen werden auch beim Einschiffen für eine Kreuzfahrt die Koffer im Schiffsterminal eingecheckt. Ein Wiedersehen mit ihnen ist erst wieder in der Kabine möglich. Im Gegensatz zu Fliegern ist das natürlich bequemer, da die Koffer nicht selbst vom Gepäckband geholt werden müssen. Andererseits kann eben auch etwas Zeit vergehen, bis Sie Ihre Koffer wieder in Händen halten. Insofern ist es ratsam, alles Wichtige und auch für einige Stunden Unverzichtbare im Handgepäck mitzuführen. Das gilt übrigens auch für den Tag der Abreise. Die Koffer müssen am Vorabend vor die Kabinentür gestellt werden und können erst beim Ausschiffen am nächsten Tag wieder in Empfang genommen werden. Packen Sie also Zahnbürsten und auch frische Kleidung für den Abreisetag unbedingt ins Handgepäck.

2.) Alles auf eine Kabinenkarte setzen

Auf einer Kreuzfahrt wird Ihre Bordkarte zu Ihrem treuesten und wertvollsten Begleiter. Denn mit ihr gelangen Sie nicht nur in Ihre Kabine, sondern bei Landausflügen auch an Bord zurück. So können Sie sicher sein, dass kein (pünktlich zurückkehrender) Passagier beim Auslaufen an Land vergessen wurde. Außerdem fungiert die Bordkarte ebenso als eine Art Kreditkarte auf einem Kreuzfahrtschiff. Auf ihr werden nämlich alle Ausgaben, die während der Kreuzfahrt anfallen, gebucht und Ihnen eindeutig zugeordnet. Damit am Ende die Rechnung aufgeht, sollten Sie daher Ihre Bordkarte niemandem leihen. Bei Unsicherheiten fragen Sie an der Rezeption bezüglich der auf Ihrer Karte verbuchten Ausgaben nach. Das können Sie jederzeit und kostenlos tun.

3.) Nur die Schlote dürfen rauchen

Das Rauchen in der Kabine eines Kreuzfahrtschiffes ist nicht nur ein Kreuzfahrt-Fettnäpfchen, sondern kann gefährlich werden. Lassen Sie also in der Kabine unbedingt die Finger vom Glimmstängel und rauchen Sie nur in den dafür ausgewiesenen Bereichen.

4.) Wer zu spät kommt, den bestraft der Kapitän

Sei es beim Einschiffen wie auch nach Landausflügen: Pünktlichkeit ist auch im maritimen Umfeld gerne gesehen und wird zudem erwartet. Und GEWARTET wird nicht. Die Abfahrtszeiten sind verbindlich. Denn längere Liegezeiten oder auch höherer Treibstoffverbrauch, um den nächsten Hafen trotz passagierbedingter Verspätungen pünktlich zu erreichen, kosten Geld. Zu spät kommende Passagiere kosten Kapitän und Kreuzfahrtleitung daher nicht ohne Grund viele Nerven. Pünktlichkeit ist damit einer der wichtigsten Punkte in Sachen Etikette auf Kreuzfahrten. Ein Zeitpuffer von einer guten halben Stunde ist zudem äußerst ratsam, da die Crew noch die Gangway einholen und die Leinen losmachen muss. Dass Sie Ihrem Schiff bei Unpünktlichkeit ihrerseits nicht hinterherschwimmen können, versteht sich von selbst. Versuchen Sie daher auf eigene Kosten schnellstmöglich den nächsten Hafen zu erreichen, den Ihr Cruiser ansteuert.

5.) Der Kleidungsknigge

Auch wenn Sie auf Kreuzfahrtschiffen praktisch permanent auf dem Meer sind, wird es nicht gerne gesehen, wenn Sie zum Abendessen in Badehose erscheinen. Am Deck ist das okay, in den Restaurants und Bars unter Deck sollten Sie zumindest ein T-Shirt, Schuhe und Shorts anziehen. Gehen sie abends essen, darf es ruhig etwas zugeknöpfter sein – also Hemd und lange Hose, Bluse oder Kostüm. Besonders in Schale werfen sollten Sie sich beim Kapitänsdinner. Auch wenn nicht auf allen Schiffen die volle Montur (Anzug und Abendkleid) notwendig sind, sollten Sie hier dennoch Wert auf eine ausgewählte Garderobe legen. In jedem Fall finden sich auf den Internetseiten großer Reedereien immer Hinweise darauf, welche Garderobe zu welchem Anlass angemessen ist.

6.) Die Crew macht keinen Urlaub

Es mag für Sie verständlicherweise so aussehen, aber tatsächlich befindet sich die Crew eines Kreuzfahrtschiffes nicht im Urlaub. Vielmehr arbeiten und wohnen die Stewards, Köche und Co. dort – und zwar in ihrem Bereich. Den sollten Sie aus Respekt vor der Privatsphäre der Besatzung nicht betreten.

7.) Sauberer Einstieg

Bereits vor dem ersten Betreten des Schiffs stoßen Sie höchstwahrscheinlich auf Desinfektionsmittel, die die Crew Ihnen freundlich darreicht. Nutzen Sie diese unbedingt, um so keimfrei wie möglich einzuschiffen. Gleiches gilt vor Restaurants. Und wenn Ihnen weder Kapitän noch Crew die Hand schütteln wollen, ist das nicht ihrer Unhöflichkeit, sondern wichtigen hygienischen Gründen geschuldet.

8.) Tipps fürs Trinkgeld

Für einfache Crewmitglieder, vor allem für jene, die in den Restaurants und Bars an Bord arbeiten, machen Trinkgelder einen großen Teil ihres Verdienstes aus. Praktisch: Diese zahlen Sie als Passagier bei vielen Reedereien auf die eine oder andere Weise automatisch. Manchmal sind sie bereits im Reisepreis enthalten und bei anderen tauchen sie als Teil der Servicegebühr auf, die automatisch dem Bordkonto belastet werden. In manchen Fällen können Sie diese Servicegebühr kürzen oder gar ganz stornieren, wenn Ihnen der Service nicht zugesagt hat. Eine Stornierung der Servicegebühren ist aber nicht immer möglich. Eine von vielen Kreuzfahrten-Regeln besagt daher: Lesen Sie vor Reiseantritt unbedingt das Kleingedruckte! Gehen Sie fälschlicherweise davon aus, dass der Reisepreis auch Trinkgelder enthält und geben entsprechend keines, ist das der Crew gegenüber mehr als unfair. Wenn Sie Servicegebühren kürzen oder stornieren wollen, sollten Sie den Männern und Frauen an Bord zudem eine faire Chance geben, Sie künftig von ihrem Service zu überzeugen. 

Und klar: Wenn Sie hellauf begeistert sind, können Sie gerne und zusätzlich zu bereits enthaltenen Trinkgeldern auch Bares am Tresen hinterlassen.

9.) Handtücher sind keine Sonnenliegen-Platzhalter

Auch in gewöhnlichen Hotels wird oftmals darauf hingewiesen: Sonnenliegen sollten nicht mit Handtüchern reserviert werden. Dasselbe gilt auch auf den Sonnendecks von Kreuzfahrtschiffen. Wenn Sie also den Sonnenauf- oder -untergang entspannt liegend genießen wollen, empfiehlt es sich früh aufzustehen oder rechtzeitig dort zu sein.

Fazit: Halten Sie die Benimmregeln auf hoher See ein

Es gibt entschuldbare Fettnäpfchen auf Kreuzfahrten (kein Trinkgeld geben) und es gibt solche, die eben nicht entschuldbar sind. Weil sie Leben gefährden (in der Kabine rauchen), Geld kosten (zu spät zum Schiff kommen) oder unhygienisch sind (barfuß ans Büffet). 

Zudem gilt für Kreuzfahrt Fettnäpfchen der unentschuldbaren Art, dass Kreuzfahrtschiff-Greenhorns keine besondere Nachsicht erwarten dürfen. Wenn es um die Sicherheit an Bord geht, versteht kein Kapitän Spaß. Denn er hat nicht nur die absolute Befehlsgewalt, sondern trägt eben auch Verantwortung für alle Passagiere – und nicht zuletzt für sein Schiff.

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