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Kreuzfahrten für Sparfüchse – Wann sind Kreuzfahrten am günstigsten?

19. September 2019

Die Fragen, die sich Sparfüchsen in Sachen Kreuzfahrt-Angebote stellen, sind ebenso vielfältig wie die zahlreichen Destinationen und Deals, die die großen und kleineren Reedereien und Veranstalter mit und auf ihren Schiffen bieten:

  • Wie gehe ich beim Suchen und Buchen vor, um eine möglichst günstige Kreuzfahrt zu ergattern?
  • Gibt es Reiseziele, die zu bestimmten Zeiten besonders günstig sind?
  • Wann empfehlen sich Kreuzfahrten ins Mittelmeer und wann schippert man am besten in die Karibik, die Nordsee, über den Atlantik oder vielleicht sogar auf einem der großen Flüsse Europas?
  • Ist eine günstige Kreuzfahrt zwangsläufig auch eine billige Kreuzfahrt oder verzichte ich womöglich auf Komfort, Sicherheit und Service, wenn ich bestimmte Kreuzfahrt-Angebote oder Reedereien wähle?

Wir haben alle wichtigen Fragen und Punkte zusammengetragen, die Ihnen dabei helfen werden, die besten Kreuzfahrt-Angebote aus dem Meer der zahlreichen Möglichkeiten heraus zu angeln.

Warum der Preis nicht immer das entscheidende Kriterium ist

Preise sind am Ende die Summe oder das Produkt vieler Faktoren – auch wenn es darum geht, eine günstige Kreuzfahrt zu buchen. Neben der eigentlichen Route und Reederei finden sich auch weitere Komponenten, die den Preis einer Kreuzfahrt oder eines vermeintlichen Kreuzfahrt-Schnäppchens relativieren können.

All-In oder alles extra?Ein erster Röntgen-Blick auf das Inkludierte und eben Ausgeklammerte bringt es oftmals klar auf den Schirm: Es ist nicht alles günstige Kreuzfahrt, was sich so nennt. Dazu gehören Faktoren wie Flug, Landausflüge, Verpflegung und Unterbringung. Muss man also selbst irgendwie zum Hafen kommen (fliegen, fahren), kann ein Schnäppchen bereits kein Schnäppchen mehr sein – etwa wenn Rail & Fly Tickets nicht enthalten sind. Ebenso lohnt sich ein Blick auf das Paket, das man an Bord und für die Kreuzfahrt buchen will. Einige Reedereien bieten VARIO-, Flex-, First- oder auch Last-Minute-Tarife an, was sicher zu Vielfalt, aber nicht immer zu mehr Transparenz beiträgt. Denn oftmals muss man sehr genau hinschauen, um zu verstehen, ob beispielsweise Kabinen nach dem Zufallsprinzip zugewiesen werden (was im Marketing-Sprech mitunter auch als „Glückskabine“ bezeichnet wird) oder die Kabinenkategorie frei wählbar ist – ohne Aufschlag. Mit hohem Aufpreis ist jedenfalls auch bei den günstigen Tarifen im Prinzip alles möglich – die Umbuchung der Kabine, der Route und des Abflughafens oder auch das kostenlose Stornieren der Reise. 

Ebenso finden sich je nach Tarif Unterschiede beispielsweise bei der Versorgung mit Getränken, der Verfügbarkeit von Wi-Fi/WLAN vs. dem Buchen teurer Bord-eigener Tarife

und der Verpflegung im Allgemeinen. Bei Premium-Tarifen ist selbstverständlich alles inbegriffen, während Sie Basic-Pakete bisweilen nur mit dem Nötigsten versorgen: mit Essen in Buffet- und À-la-carte-Restaurants – und das in der Regel ohne freie Wahl der Tischzeit oder gar des Tischs in den jeweiligen Hauptrestaurants. Kurzum: Augen auf bei den Inklusivleistungen!

Was mitunter auch nicht im Preis für eine billige Kreuzfahrt inbegriffen ist, sind die Kosten für Ausflüge an den jeweiligen Häfen, in denen das Kreuzfahrtschiff anlegt. Hier muss man teilweise mit dreistelligen Euro- oder auch Dollarbeträgen rechnen. Wer es sich zutraut und Geld sparen möchte, kann die Städte natürlich auch auf eigene Faust und günstiger erkunden – per pedes, mit dem lokalen ÖPNV, mit dem Taxi oder dem Sightseeing-Bus.

Eine Frage der Destination und des Timings

Will man das wirkliche Kreuzfahrt-Schnäppchen machen, muss man tatsächlich richtig gut suchen, buchen und planen. Das gilt sowohl für das Reiseziel und die Reisezeit wie auch für die Reederei und den die eigenen Ansprüche am besten widerspiegelnden Tarif. Generell sind Flussfahrten oder Kreuzfahrten ins Mittelmeer zumindest in der Nebensaison vergleichsweise günstiger als beispielsweise Cruises in die Karibik. 

Außerhalb der Hauptsaison zu fahren– also NICHT im Hochsommer, zu Weihnachten, über deutschlandweite Feiertage oder zu Ostern, ist zudem immer ein guter Spar-Tipp. Besser also, Sie peilen – wenn möglich – weniger beliebte Reisezeiten wie Mitte Januar und Februar oder auch den November an. Zu beachten ist gleichzeitig, aus welchem Land die Reederei stammt. Sind es US-amerikanische Linien wie Royal Caribbeanoder italienische wie Costa Crociere, sind auch die in den Ländern herrschenden Schul- und Hauptferienzeiten ein Preistreiber.

Sind Sie jedoch an bestimmte Ferienzeiten gebunden, sollten Sie auf Frühbucherrabatte achten, die viele Reedereien und Veranstalter anbieten, meistens bis zum Ende des einen Jahres für Zeiträume im nächsten Jahr oder auch mit Frist bis Mitte des Jahres für Kreuzfahrten über Weihnachten und Neujahr. Der Nachteil: Fehlende Flexibilität bezüglich des Reisezeitraums und eine frühe feste Bindung und Buchung an verbindliche Zeiten.

Natürlich können Sie auch pokern und beispielsweise auf Restplätze, Restplatzbörsen oder auch Stornokabinen setzen, um eine billige Kreuzfahrt zu ergattern. Für Reedereien und Veranstalter rechnet es sich nämlich eher, Kabinenplätze günstiger abzugeben als leer zu fahren. Das Gute daran ist, dass man mit etwas Glück und ähnlich wie bei Flug- und Pauschalreisen, in den Genuss des vollen Programms kommt, bei einem Bruchteil des regulären Preises.

Planen Sie eine Kreuzfahrt in die Karibik, sind die Monate Juli bis September mitunter aber auch der November und Anfang Dezember die günstigsten. Das liegt vor allem daran, dass im Sommer die tropischen Wirbelstürme wüten (können) und auch, dass es bei schönem Wetter in Europa weniger Menschen in die Karibik zieht. Das ist dann eher im Winter der Fall und genau zu dieser Zeit werden Karibik-Kreuzfahrten sukzessive auch teurer. Was die Hurrikans angeht, sind diese selten so gefährlich, dass die ganze Reise ins Wasser fällt. Was passieren kann, sind Änderungen von Standard-Routen oder auch zusätzliche See-Tage, weil manche Häfen aufgrund der Unwetter nicht angelaufen werden können.

Möchten Sie die Nordsee per Kreuzfahrtschiff erkunden, sind die Sommermonate zwar wetter- und wassertechnisch die bessere Wahl, dafür aber auch umso gefragter und entsprechend teurer. Im Herbst und Winter wühlt sich die Nordsee eher öfter auf, es wird kälter, regnerischer und stürmischer – aber auch günstiger.

Antizyklisch reisen und Kreuzfahrt-Schnäppchen machen

Generell und ohne unvorhersehbare Stornierungen und Schnäppchen einzubeziehen, lässt sich sagen, dass Kreuzfahrtschiffe in den kalten europäischen Monaten meistens in wärmeren und gemäßigten Gefilden überwintern – also in der Karibik, dem Nahen und Mittleren Osten oder auch bei den Kanaren oder Azoren. Und natürlich nehmen sie dorthin auch Passagiere mit.

Je wärmer es in Europa und je ungemütlicher, stürmischer und kälter es auf der anderen Seite der Erde wird, desto näher kommen die Kreuzfahrtschiffe auch dem europäischen Kontinent – samt neuer Passagiere und besonders in Richtung Mittelmeerraum, während die Nordsee noch recht kalt ist.

Verhält man sich also „azyklisch“ und bucht genau das, was gerade aufgrund der Jahreszeit und Destination nicht sehr gefragt ist, ist die Wahrscheinlichkeit eher größer, ein richtiges Kreuzfahrt-Schnäppchen zu machen.

Eine andere Möglichkeit bieten so genannte Überführungsfahrten bzw. Repositioning cruises. Dabei werden Kreuzfahrtschiffe beispielsweise in ihre Winter- oder Sommerquartiere überführt, mitunter auf ungewöhnlichen Routen. Hier sind Passagiere dennoch herzlich willkommen und zahlen im besten Fall einen Bruchteil dessen, was eine vergleichbare Kreuzfahrt ansonsten kosten würde. Bei identischem Service, wohlgemerkt.

Wenn man sich zudem mit einer Innenkabine zufriedengibt und auf die Außen- oder Balkonkabine verzichten kann, ist die günstige Kreuzfahrt praktisch auf jeder Route zum Greifen nah. Das gilt auch dann, wenn man sich auf Gruppenkabinen einlässt, denn die Preise für Einzelkabinen liegen gut ein Viertel über denen von Doppelkabinen und weit über denen von Gruppenkabinen. Von der Buchung einer Doppelkabine als Einzelperson ist bei Aufschlägen von bis zu 45 Prozent unter normalen Umständen abzuraten. 

Fazit: Günstige Kreuzfahrten kann jeder buchen 

Eine Kreuzfahrt günstig zu buchen, muss keiner Lotterie gleichen. Solange Sie vorab definieren, was für Sie wicht, was unerlässlich und was verzichtbar ist. Oder aber, wenn Sie sich (parallel dazu) kompetent und anbieterunabhängig beraten lassen. Das gilt sowohl für die Destination, die Reedereien und die Reisedauer wie auch für den Reisezeitraum, die inkludierten Leistungen und den Extra-Service. Zudem müssen Sie sich in Sachen Kreuzfahrt-Schnäppchen natürlich auch entscheiden, ob Sie früh und verbindlich buchen – und damit von den Frühbucher-Aktionen der Reedereien profitieren – oder ob Sie pokern und auf Restplätze bei Kreuzfahrten spekulieren.

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